Press - Reviews
26th October 2008
Zoom Code review, Powermetal.de

Thanatoschizo
Zoom Code
CD, My Kingdom Music, 2008


Die Portugiesen bieten mit "Zoom Code" mittlerweile Album Nummero Vier an. In Selbstkennzeichnung ist vom Verkraken der Stile Death Metal und Weltmusik die Rede. Seit zehn Jahren steht das Sextett mit diesem Mix nun auf eigenen Beinen. Es gab Tourunterstützung für ORPHANED LAND, und in der Heimat wie in Spanien sind die Musiker in den Szenen fest verankert. Als seltsam zutreffende Referenz sei noch der Hinweis gestattet, dass die Teeniemetalcombo GAUCHOS DE ACERO den Beitrag 'Suturn’'von THANATOSCHIZO's erstem Album kinderzimmergecovert haben. Das alles zu sehen auf bekannten Videoplattformen.

'L.' geht seit dem ersten Hören ins Ohr – selten ist solch ein Süßholzbolz seit ORPHANAGE gehört worden. Frühe Neunziger. Muß sich nicht verstecken. Dass so genannte "Ethno"-Klänge in die dickeren Metallwände eingesprengselt werden, versteht sich von selbst, außerdem ist Frau van Giersbergen desöfteren auf der Terrasse vorbeigelaufen.

Die Portugiesen erfinden auch hier den melodischen Frau-Mann-Wechsel-Metal nicht neu, neben genanntem 'L.' schafft es lediglich noch 'Nothing At It Seems', einigermaßen im Gedächtnis zu verbleiben. Das liegt vor allem daran, dass hier den treibenden männlichen Gesangsparts etwas mehr Platz eingeräumt worden ist. Der funktionierende Effekt ist der einsetzende weibliche Refrain als ein gelungener Kontrast. Hier kommt das Gespür der Truppe erst so richtig Geltung und macht die Beiträge zu den Säulen der Platte. Ob das aber reicht? Das Teil ist durchhörbar aber nicht wirklich originell. Die vorbeiflirrenden Violinen oder Akkordeons bleiben leider auch nur aufhauchende Fußnoten.

Mathias Harz
5 CDs + 1 EP + T-shirt
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