Press - Reviews
16th August 2011
Origami review, Obliveon

ThanatoSchizO
Origami
CD, Major Label Industries, 2011

Ein schöner, violetter Schmetterling auf dem weissen Cover. Der graue Name der Band klein oben links in Druckschrift, der Titel der Scheibe „Origami“ in schmetterlingsvioletter Schreibschrift. Thanatoschizo sind drei Jungs und eine Sängerin aus Portugal, und dürften hiermit das Off-Topic-Album des Monats veröffentlicht haben, denn das Label bewirbt das Produkt mit Attributen wie "differenziert", "avantgarde", "exquisit" und "spezia"l, und soll eine Mixtur aus World Music, Progressive Rock, und Metal sein. Mal sehen, was mir der CD-Player zu den 12 Songs sagt, wieviel Metal denn wirklich drin ist. Cleane E-Gitarren wechseln sich mit sehr vielen Akustikparts ab, so wie wohl ein Unplugged-Auftritt einer Britpopband klingen muss. Die teils orchestralen Instrumentierungen der Songs beschreibe ich mit Xylophon, Trompete und verschiedenen elektrischen Saiteninstrumenten mal als vielseitig, verzerrte Gitarren sind jedoch Fehlanzeige, wenn auch in „Dance Of The Tender Leaves“ eine Gitarre im Background etwas rougher klingt. Die Stimme von Patricia Rodrigues nervt mit der Zeit. Das könnte genremässig etwas „Indie“ sein, ist aber immer noch poppiger als The Cardigans und Garbage zusammen. In die sechste Veröffentlichung der Nordportugiesen könnten am ehesten Fans von Nightwish/Epica und Konsorten mal reinhören, wenn denen das nicht zu soft ist. Insgesamt ist der Band ein gewisses Können nicht abzusprechen, nur den Bezug zu unserem geliebten Genre vermochte ich nicht zu finden. Daher denke ich mal, dass man sich keine ernsthaften Sorgen machen muss, wenn man mit diesem Album nicht klarkommt. Ich weiss zwar nicht, was mein poppiger Schreiberkumpel Steve dafür geben würde, aber von mir gibt’s dicke 3 Punkte. [3/10]

JX
5 CDs + 1 EP + T-shirt
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