Press - Reviews
20th May 2008
Zoom Code review, Metalnews

Thanatoschizo
Zoom Code
CD, My Kingdom Music, 2008


"Schöne, düstere Mischung."

Der progressive Deathdoom der Portugiesen hat sich mit den fortlaufenden Outputs um einiges verbessert. War man anno 2003 mit "InsomniousNightLift" noch in den Kinderschuhen und hat recht sperriges und unausgegorenes Zeug komponiert, erfährt man nun als Hörer eine gereifte Band, die mit "Zoom Code" eine wirklich eigenständig Variante dieses Genre auf den Weg bringt.

ThanatoSchizo setzen vermehrt auf weiblichen Gesang und cleane männliche Vocals, die durch dunkle Growls immer wieder an Schwärze gewinnen. Ein vielschichtiges Werk, was durch den experimentellen Touch an Tiefe gewinnt und der Musikrichtung enorm viele zusätzliche Facetten beschert. Vergleiche zu ziehen fällt daher nicht leicht, ist aber auch nicht zwingend nötig, da das Album für sich steht und spricht. Zwar sind die Growls teilweise nicht markerschütternd genug und schwächeln ein wenig, einige hackelige Übergänge in den Kompositionen lassen aufhorchen, was sich allerdings nicht als auschlaggebend erweist, aber durchweg schreibt man Songs auf hohem Niveau. Mal eingängig in Refrains und Gesangslinien, im nächsten Moment überraschend dunkel und einen Schritt weiter ambitioniert vertrackt.

Ein sehr schönes Album, was sich schnell erschließt, dennoch immer wieder neues entdecken läßt. Dunkle, wunderschöne Welten, die zum nachdenken anregen und Atmosphäre nicht missen lassen. Leider fehlen trotzdem die richtig großen Momente. Das Potential ist da, das technische Können sowieso, vielleicht fehlt einfach nur der richtige Produzent, der die Band ein wenig mehr lenkt. In Sachen Sound wäre sicher auch noch einiges mehr drin: z.B. die Vocals von Patricia vorteilhafter in Szene zu setzen. Für Freunde von Deathdoom mit Hang zum Experimentieren außerhalb des Stroms trotzdem ein sehr empfehlenswertes Werk. [5/7]

Thomas Kleinertz
5 CDs + 1 EP + T-shirt
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